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Zentrum für
schulpraktische Lehrerausbildung
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Lehrerausbildung im Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Wuppertal

 

 

Am 1. Oktober 2005 blickte das in Wuppertal ansässige Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung für Lehrerausbildung auf eine 80jährige Geschichte zurück. Zwar bestand schon seit April 1914 ein „Seminar zur Ausbildung von Seminarkandidaten“, angegliedert an das Staatliche Naturwissenschaftliche Gymnasium Wuppertal-Elberfeld (heute Gymnasium Bayreuther Straße). Im Zuge der Neuorganisation der praktischen Ausbildung von Studienreferendaren im Jahre 1924 bekam es am 1.10.1925 als staatliches Bezirksseminar eine eigene Leitung, obwohl es immer noch dem Gymnasium angegliedert blieb. Nach dem zweiten Weltkrieg war das Institut zunächst sehr beengt in einem oberen Stockwerk des damaligen Sparkassengebäudes am Mäuerchen untergebracht. Am 1.9.1967 bezog das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung schließlich einen eigenen Neubau an der Richard-Wagner-Str., wieder in unmittelbarer Nachbarschaft des jetzigen Gymnasiums Bayreuther Str.

Zum damaligen Zeitpunkt war das Institut verantwortlich für die Gymnasiallehrerausbildung nicht nur in Wuppertal, Remscheid und Solingen, sondern im gesamten Bergischen Land bis Wipperfürth. Seit der Gründung von Gesamtschulen Ende der 70er Jahre erstreckt sich die Ausbildung nicht nur auf Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien, sondern auch auf angehende Lehrerinnen und Lehrer dieser Schulform. Inzwischen beherbergt die Richard-Wagner-Strasse 7 unter einer Gesamtleitung ein Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung mit zwei eigenständigen Abteilungen: Das Seminar Gymnasium/ Gesamtschule mit Ausbildungsschulen in Wuppertal, Remscheid, Solingen, Haan und Wülfrath sowie das Seminar für die Ausbildung an Berufskollegs (BK) mit seinen Ausbildungsschulen in Wuppertal, Remscheid, Solingen, Essen, Velbert, Hilden und Mettmann.

Das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung verstand sich von Anfang an als Bindeglied zwischen Universität und Schule, d.h. nach der theoretischen, fachwissenschaftlichen Ausbildung sollten die angehenden Lehrerinnen und Lehrer eine zweite Phase mit dem Schwerpunkt einer theoriegeleiteten Einführung in die schulische Praxis durchlaufen. Sie sollten praktische Erfahrungen in Unterricht und Erziehung sammeln. Der Weg dazu – und das hat sich bis heute im Grundsatz nicht geändert – führte über Unterrichtsbeobachtungen bei erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern und über die gemeinsame Vorbereitung und Nachbesprechung des von den Referendarinnen und Referendaren zu haltenden Unterrichts. Außerdem wurde schon damals Wert darauf gelegt, dass die angehenden Pädagogen unterschiedliche Schulformen kennen lernten.

Diese Grundsätze, die von der erwähnten Reform von 1924 ausgehen, bilden auch heute noch die Basis für die Lehrerausbildung. Bedingt durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte wurde sie allerdings deutlich ausgeweitet und bezieht sich heute nicht mehr nur auf die Bereiche Unterrichten, Leistungsbewertung und Erziehen, zumal sich auch die Vorstellungen von Erziehung im schulischen Kontext deutlich verändert haben. Heute bilden neben Unterrichten und Erziehen Aspekte wie Diagnostizieren und Fördern, Beraten, Organisieren und Verwalten sowie Evaluieren, Innovieren und Kooperieren integrale Bestandteile der professionellen Ausbildung für diesen hohe Qualifikationen erfordernden Beruf.

Es ist deutlich, dass die Anforderungen an den Lehrerberuf erheblich gestiegen sind und in Zukunft weiter ansteigen werden. Die Veränderungen in der Gesellschaft und die Herausforderungen durch neue Technologien, die wiederum sich ändernde Vorgaben der Kultusminister für die Organisation von Schule und Lehrerausbildung zur Folge haben, bedingen eine hohe Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Die zweijährige Ausbildung ist für alle diese Anforderungen sicherlich nicht ausreichend, sie kann nur die Einstiegsqualifikation vermitteln. Wie in anderen Bereichen, so gilt auch hier die Forderung nach ständiger berufsbegleitender Fortbildung. Dieser Vorstellung von Aus- und Weiterbildung fühlt sich das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung verpflichtet. Wie in den letzten 80 Jahren werden hoffentlich auch weiterhin hochqualifizierte Einsteiger in den Lehrberuf aus dieser Institution in den Wirkungsbereich Schule entlassen werden.

 

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